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Schreiben.

Montag, 11. Juni 2012

 pictures via weheartit

Für die meisten in meinem Alter ist es nicht mehr, als ein lästiges Schulfach in der Schule, bei dem es gilt die vorhandenen Stunden in der Woche abzusitzen und dabei ab & an mal die Hand zu heben und etwas halbwegs sinnvolles zu sagen. Für mich ist es viel mehr als das, viel mehr als nur Buchstabengewusel auf Papier oder Bildschirm, viel mehr als eine 3- stündige Pflicht in der Woche. Wenn ich schreibe, dann vergesse ich alles um mich herum, in mir macht sich ein Gefühl breit, dass meine rechte Hand fast automatisch über das Blatt fliegen lässt und den Stift, den sie hält fast garnicht mehr spüren lässt. Alles um mich herum verschwindet einfach, nichts und niemand kann mich dabei stören, oder gar beeinflussen. In manchen Momenten fühle ich mich so inspiriert  durch etwas, dass ich das sofort aufschreiben muss. Es entsteht ein Druck der mich fast dazu zwingt alles festzuhalten, meine Ideen, Gefühle & Empfindungen. Dieses Gefühl geht nicht weg, bevor ich alles aufgeschrieben habe.  Das hört sich vielleicht etwas negativ an, mit einem Druck durch's Leben zu laufen, das entsteht, wenn ich Dinge nicht verschriftliche, aber das ist es nicht. Es ist ein wunderschönes Gefühl über das ich mich immer freue, wenn es da ist. Denn in diesen Momenten weiß ich, was ich schreibe. Würde mich jemand fragen würde ich antworten, dass ich nicht weiß, was ich aufschreiben werde - denn so ist es. Wenn ich in dieser ''Schreibphase'' bin, dann weiß ich nicht, was auf mich zukommt & welche Wörter in welcher Reihenfolge und in welcher Zeit auf dem Papier stehen werden, denn es passiert einfach. Ich weiß nicht, ob andere Menschen verstehen, was da auf dem Papier landet, oder ob es auch nur eine Spur interessant für diejenigen ist, die meine Texte lesen. Viele Menschen sagen, es sei weitaus einfacher, sich mit einem Menschen von Gesicht zu Gesicht zu verständigen, doch das sehe ich garnicht so. Ich schreibe alles viel lieber auf, als unkontrollierte Wörter aus meinem Mund rieseln zu lassen. Wenn eine dieser Schreibphasen, auf die ich glücklicherweise nie allzu lange warten muss vorbei ist, dann fühle ich mich leer, aber gleichzeitig erfüllt. Ich habe das Gefühl alles geschrieben zu haben, was geschrieben werden muss und der Welt das mitgeteilt zu haben, was ich mitteilen wollte, auch, wenn fast immer nur ich diejenige bin, die das  Geschriebene noch einmal langsam liest und erst dann richtig registriert was da eigentlich auf dem linierten Papier steht... 

So wie jetzt gerade, in diesem Moment.

21 Comments

nelschän
11. Juni 2012 um 15:40

ich verstehe dich soo gut. zwar war "deutsch" in der schule nie eines meiner lieblingsfächer, weil ich mich da einfach nicht so entfalten konnte. aber ich verstehe deinen drang zu schreiben, mir geht es oft ähnlich und ich finde, dass man mit worten einfach gut spielen und noch viel besser seine gefühle ausdrücken kann. es ist einfach anders wie das gesprochene wort, das verfliegt und nicht für die ewigkeit auf einem blatt papier gebannt ist. man kann damit fast alles einfangen und die eigene seele widerspiegeln. fast so gut wie mit musik, wobei ich der musik vielleicht noch ein bisschen mehr angetan bin...

mvdl
11. Juni 2012 um 15:44

Ihr habt richtig das Fach "Schreiben" in der Schule? Bei uns gab es das nur in der Grundschule und in der Oberstufe anstzweise als Literatur.

Ich glaub so ein Fach würde mir auch gefallen. Ich schreibe gerne und so wäre man "gezwungen" auch die Zeit dazu zu haben.

Ich will aber trotzdem nicht zurück in die Schule.

celine
11. Juni 2012 um 16:08

guter text!
ich sehe das auch so (:
durch geschriebene worte kann ich mich oft viel besser ausdrücken als durch gesprochene

Angie
11. Juni 2012 um 16:24

wir haben leider kein Fach 'Schreiben' wir haben nur 'Deutsch' und da wird viel zu selten geschrieben. ich mag deinen Text, ich kenne dieses Gefühl nur zu gut.
Kuss vom meeresgrund

Mila
11. Juni 2012 um 16:29

Wunderschön, Julia :-) !

Vita
11. Juni 2012 um 16:37

Frei schreiben ist wirklich eine wunderschöne Sache :)

Bouvet
11. Juni 2012 um 17:16

super schön geschrieben :)
So was ist gut für Bücher!

http://prinzessinbouvet.blogspot.de/

*la fille blonde
11. Juni 2012 um 17:28

Mir geht es da genauso wie dir - das Schreiben in der Schule habe ich geliebt und endlos lange Aufsätze geschrieben. Wenn ich einmal angefangen habe, konnte ich einfach nicht mehr aufhören. Ich war schon immer jemand, der lieber schreibt als redet :) Irgendwie kann ich dabei meine Gedanken viel besser ordnen und festhalten ;)

Liebe Grüße

Anica.
11. Juni 2012 um 17:30

ich finde deinen text echt super :)
ich schreibe auch total gerne, und ich finde man macht es heute viel zu selten noch richtig!

▲nna
11. Juni 2012 um 18:01

Wirklich,wirklich wundervoll geschrieben <3 Mir geht es ganz genau so wie dir und liebe es über alles zu schreiben.Egal wo ich die Inspirationen herbekomme,mir gehen Sachen nicht mehr aus dem Kopf,bis ich alles aufgeschrieben habe.
Ich verstehe die wo nicht gerne schreiben meistens nicht....
Es ist doch sowas tolles!
Später möchte ich vielleicht mal Literatur und Journalismus studieren,da das genau mein Ding ist.Außerdem ist Deutsch einer meiner liebsten Fächer,da ich es besser beherrsche als Fächer wie Mathematik,Bio oder Physik!! :)

LG Anna ;*
www.annas-moments-anna.blogspot.com

Lara
11. Juni 2012 um 18:05

Wow! Das ist bei mir genauso. Es macht so viel Spaß zu schreiben und manchmal überlege ich stundenlang, wie ich anfangen soll, aber wenn ich den perfekten Anfang gefunden habe, dann gerate ich total in einen Lesefluss und kann gar nicht mehr aufhören - meist landen diese Texte aber nicht auf meinem Blog, weil sie letztendlich doch sehr privat werden. Aber mir geht es genau wie dir :-) und hey, ich glaube, es ist ein ganz gutes Geschenk so einen Lesefluss zu haben, ich kann mich in Deutsch eigentlich immer über eine 1 auf dem Zeugnis freuen, vielleicht nicht nur deswegen, aber gut schreiben zu können, ist ja schon irgendwie das A und O ♥

danseuse de reve
11. Juni 2012 um 19:09

das hast dieses Gefühl wunderschön beschrieben! ich kenne es auch... Worte sind so viel mehr, als man denkt! sie drücken so viel mehr aus und bedeuten für mich auch viel mehr, als nur Buchstaben auf einem Blatt Papier!

Liebe Grüße,
http://danseusedereve.blogspot.de/

the blonde
11. Juni 2012 um 19:10

Ich finde es auch toll manchmal in Deutsch so Schreibphasen zu haben allerdings sind diese bei uns viel zu selten :-S

Julia
11. Juni 2012 um 19:26

ich kenne das, ich schreibe auch viel auf :) mich erfüllt das irgendwie. Und ich finde es nicht unbedingt besser, sich stattdessen mit jemandem zu unterhalten. Ich mag es nämlich auch unglaublich gerne, Briefe zu bekommen und die dann immer wieder zu lesen...davon hat man viel mehr finde ich :) liebe Grüße

Nele ♥♥♥
11. Juni 2012 um 19:34

Ich beneide euch alle :o Ich möchte echt schrieben können, aber ich schriebe einfach so unverständlich, streiche andauernd alles weg und bin viel zu schnell abgelenkt :/ Schade eigentlich :P

Melancholia
11. Juni 2012 um 21:21

Schreiben zu können ist die wundervollste Gabe, die man haben kann.
Es ist ein Geschenk.

Ich liebe es zu schreiben.
Am liebsten auf Papier.

Wundervoll.

* Kiri *
11. Juni 2012 um 21:32

Schöner Text, ich weiß genau was du meinst. Wenn mich etwas innerlich aufwühlt oder ich mir über etwas klar werden muss, habe ich immer das Gefühl, dass ich es aufschreiben muss. Irgendwie kann ich mir so die Dinge von der Seele schreiben und habe das Gefühl danach klarer denken zu können :) Das hilft so oft und tut so gut!

auftuchfuehlung
12. Juni 2012 um 08:18

schöööön gesagt!

Bianca
12. Juni 2012 um 09:22

so schön :)

Sophia
12. Juni 2012 um 09:42

Ich würde sagen du hast eine Begabung, die du unbedingt nutzen solltest! Wirklich schön :)

Ronja
12. Juni 2012 um 17:13

Super Text und echt sehr talentierter Schreibstil. Hast du mal über meine Frage mit dem Studium etc. nachgedacht? Ich würde mich wirklich sehr freuen,wenn du mir antworten würdest :)
Lg Ronja

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